Die Tagung der Fachgruppe Chemieunterricht, eine Fachgruppe innerhalb der Gesellschaft Deutscher Chemiker, fand in diesem Jahr in Göttingen statt.

Auf dieser Webseite werden die Unterlagen zu zwei Vorträgen eingestellt.

Radioaktivität im Kontext des Chemieunterichts

Um das Thema Radioaktivität im Chemieunterricht zu behandeln, sind keine Strahlerstifte mehr notwendig. Uranglasur oder Uranglas, das man sehr leicht über Ebay oder Kleinanzeigen kaufen kann, können als Präparatequelle verwendet werden.

Noch einfacher ist es, Kaliumsalze zu verwenden, durch K-40 ist eine Strahlenquelle im Chemikalienschrank überall vorhanden. Da nur eine schwache Strahlung vorliegt, sollte für die Messung ein Großflächenzählrohr mit 5 cm Durchmesser verwendet werden.

Präsentation

Die Faszination einer Nebelkammer kommt in dem kurzem Filmklipp zum Ausdruck. Die dicken Spuren stammen von den alpha-Zerfällen, die dünneren Spuren vor allem von den beta-Zerfällen. Die Spuren scheinen aus dem Nichts zu kommen und so wieder zu verschwinden.

Nebelkammeraufnahmen

Die Aufnahmen sind entstanden, indem ein Smartphone flach auf die Glasscheibe einer kontinuierlichen Nebelkammer gelegt wurde. Als Präparat wurde Radongas (Rn-222) eingespritzt, das aus Hundsbühler Erde gewonnen wurde.

Die Nebelkammer wurde von Phywe bezogen:

Phywe Nebelkammer 45 x 45 cm

Leider ist diese Nebelkammer mit einem Preis von ca. 40.000 Euro für Schulen kaum noch zu finanzieren.

Die Aufnahme des Ziffernblattes eine Weckers, dessen Ziffern mit radiumhaltiger Farbe früher von selbst leuchteten, ist auf der Webseite von Prof. Robert Schwankner zu finden. Die Aufnahmen wurden mit einer Restlichtverstärkerkamera aufgenommen, da das Leuchten mit dem Auge nach vielen Jahrzehnten nicht mehr wahrgenommen werden kann (Strahlung zerstört mit der Zeit die Struktur des mit Silber dotierten Zinksulfids):

Single-alpha-α-decays-of-Ra-226

In einem vorhergehenden Beitrag findet man Links zu der vorgestellten Phet-Simulation oder Links zu den Zerfallsreihen.

Labormedizin im Chemieunterricht

Laboruntersuchungen sind in der Arztpraxis und im Krankenhaus unverzichtbar, um Krankheiten zu erkennen. Nach einer kurzen Einführung wird die Bedeutung der Labormedizin anhand konkreter Beispiele dargestellt. Ein Alltagsbezug ist gegeben. Mittels Harnteststreifen lassen sich Parameter ermitteln, die in einem anderen Zusammenhang für den Chemie – und Biologieunterricht von Interesse sind. Glucose, Ascorbinsäure, pH – Wert, Aceton, Nitrit, Protein sind typische Beispiele. Die zugrunde liegenden Nachweisreaktionen werden thematisiert. Auf dieser Grundlage wurden Experimente im Microscale-Maßstab entwickelt, ohne Nutzung biologischer Materialien.

Präsentation

Weitere Unterlagen findet sich im Beitrag über die MNU-Bremerhaven, wo dieser Vortrag schon einmal gehalten wurde.